Wer macht das? Der Mann, der heute in Groß Glienicke die Weltkriegsmunition sprengt
Jeden Mittwoch schauen wir bei Radio Potsdam hinter die Kulissen unserer Stadt und fragen: Wer macht das eigentlich? Heute führt uns diese Frage nach Groß Glienicke. Dort wird Weltkriegsmunition kontrolliert gesprengt und mittendrin ist Sprengmeister Mike Schwitzke.
Bomben, Granaten und Handgranaten: Wer solche Funde entdeckt, hält normalerweise möglichst großen Abstand. Für Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg gehören sie dagegen zum Berufsalltag. Heute ist er für den Einsatz bei Groß Glienicke zuständig.
Schwitzke ist dabei längst kein Anfänger mehr. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich beruflich mit Kampfmitteln und weiß, worauf es bei solchen Einsätzen ankommt.
Angst oder Respekt vor Bomben?
Auch mit viel Erfahrung bleibt die Arbeit außergewöhnlich: Schwitzke und sein Team beschäftigen sich mit Munition, die seit mehr als 80 Jahren im Boden liegt und noch immer gefährlich sein kann.
Wie fühlt es sich an, regelmäßig so nah an Bomben und anderen Kampfmitteln zu arbeiten? Ist Angst dabei – oder vor allem Respekt?
Heute im Einsatz für Potsdam
An diesem Mittwoch ist Schwitzkes Arbeitsplatz also der Wald bei Groß Glienicke. Dort werden die gefundenen und nicht transportfähigen Kampfmittel kontrolliert gesprengt. Für die Aktion gilt ab 9:30 Uhr ein Sperrkreis von anderthalb Kilometern. Rund 700 Menschen in Groß Glienicke müssen dafür das Gebiet verlassen.
Während draußen Straßen gesperrt und der Sperrkreis abgesichert werden, arbeitet Mike Schwitzke mit seinem Team direkt an den Kampfmitteln.
Damit ist er heute der Mann hinter einem der außergewöhnlichsten Einsätze in Potsdam – und unser „Wer macht das?“ der Woche.
Hier gibt es unseren Radio-Potsdam-Beitrag über Sprengmeister Mike Schwitzke und seinen heutigen Einsatz in Groß Glienicke noch einmal in voller Länge.