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Verpackungssteuer startet heute in Potsdam

person Charly Dethloff
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Seit heute gilt in Potsdam die neue Verpackungssteuer. Für bestimmte Einwegverpackungen von Speisen und Getränken werden 50 Cent fällig, für Einwegbesteck 20 Cent. Mit der neuen Abgabe will die Stadt Einwegmüll reduzieren und den Umstieg auf Mehrweg fördern.

Eigentlich sollte die Verpackungssteuer bereits am 1. Juli eingeführt werden. Nach Kritik aus Gastronomie und Wirtschaft wurde der Start jedoch um drei Monate verschoben. Seit dem heutigen 1. Oktober gelten die neuen Regeln nun.

Betroffen sind unter anderem Cafés, Imbisse, Restaurants und andere Betriebe, die Speisen oder Getränke zum unmittelbaren Verzehr in Einwegverpackungen verkaufen.

50 Cent für Einwegverpackungen

Pro Einwegbecher, Einwegflasche oder anderer Einwegverpackung für Getränke werden 50 Cent Steuer fällig. Ebenfalls 50 Cent gelten für Einweggeschirr und entsprechende Lebensmittelverpackungen. Bei Einwegbesteck beziehungsweise Besteck-Sets sind es 20 Cent.

Die Steuer zahlen zunächst die Betriebe. Ob und in welcher Höhe die zusätzlichen Kosten an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden, entscheiden die jeweiligen Unternehmen.

Mehrweg soll attraktiver werden

Mit der Verpackungssteuer verfolgt Potsdam vor allem ein Ziel: Es soll weniger Verpackungsmüll entstehen. Gleichzeitig sollen Mehrweglösungen stärker genutzt werden. Für entsprechende Mehrwegverpackungen fällt die neue Verpackungssteuer nicht an.

Die Stadt unterstützt Potsdamer Gastronomiebetriebe und Vereine außerdem finanziell bei der Umstellung. Gefördert werden unter anderem Mehrweggeschirr, die Teilnahme an Mehrweg-Poolsystemen sowie die Anschaffung von Spülmaschinen.

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