Tour de France 2029: Könnte eine Etappe durch Potsdam führen?
Die Tour de France könnte 2029 nach Ostdeutschland kommen – und möglicherweise auch durch Potsdam führen. Der Verein „Grand Départ Allemagne“ hat sich darum beworben, den Auftakt des weltbekannten Radrennens nach Deutschland zu holen. Die Bewerbung wird von Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützt.
Der Zeitpunkt wäre symbolträchtig: 2029 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 40. Mal. Wie die einzelnen Etappen bei einem Zuschlag verlaufen könnten, steht allerdings noch nicht fest. Potsdam wird in den vorliegenden Informationen als möglicher Austragungsort genannt.
Team-Zeitfahren von Potsdam nach Berlin denkbar
Eine mögliche Variante wäre ein Team-Zeitfahren zwischen Potsdam und Berlin. Im Gespräch ist eine rund 30 bis 40 Kilometer lange Strecke, die die historische Kulisse Potsdams – darunter Schloss Sanssouci – mit dem Brandenburger Tor in Berlin verbinden könnte. Eine offizielle Bestätigung für diesen Streckenverlauf gibt es bislang nicht.
Auch Brandenburg an der Havel hat Interesse an der Tour de France. Oberbürgermeister Daniel Keip hatte bereits im Frühjahr erklärt, dass sich die Stadt mit wichtigen Partnern vernetze. Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) sprach sich ebenfalls für eine Etappe aus, die von Berlin durch Brandenburg führen könnte.
Entscheidung über Tour-Auftakt soll 2027 fallen
Der sogenannte „Grand Départ“ bildet den Auftakt der Tour de France und erstreckt sich üblicherweise über mehrere Tage. Neben Deutschland interessieren sich auch Slowenien und Tschechien für den Start der Tour 2029. Die Entscheidung der Tour-Veranstalter soll Anfang 2027 fallen. Die konkrete Streckenführung würde anschließend ebenfalls vom Veranstalter festgelegt.
Für die deutsche Initiative werden derzeit Kosten von rund 25 Millionen Euro veranschlagt. Nach Angaben der Organisatoren sollen dafür keine Gelder aus der Sportförderung verwendet werden. Neben Sponsorengeldern könnten allerdings öffentliche Mittel aus der Tourismus- und Standortförderung zum Einsatz kommen.
Potsdam beschäftigt sich derzeit auch im Zusammenhang mit einem weiteren möglichen Sportgroßereignis mit dem Radsport: Im Konzept der Berliner Olympia-Bewerbung sollen Straßenradrennen unter anderem durch Potsdam und über die Glienicker Brücke führen.