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Städteaustausch in Potsdam: Wie Milieuschutz vor Verdrängung schützen soll

person Charly Dethloff
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Potsdam ist am 17. und 18. September erstmals Gastgeber des „Städteaustauschs Soziale Erhaltungssatzung“. Rund 85 Fachleute aus 14 Kommunen kommen in der Landeshauptstadt zusammen, um sich über den Schutz von Wohnraum und die Erfahrungen mit sogenannten Milieuschutzgebieten auszutauschen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung in bestimmten Quartieren erhalten werden kann. Soziale Erhaltungssatzungen ermöglichen es Städten unter anderem, bestimmte bauliche Veränderungen zu begrenzen, wenn diese zu einer Verdrängung der bisherigen Bewohner führen könnten – beispielsweise durch teure Modernisierungen.

Zwei Potsdamer Gebiete bereits geschützt

In Potsdam gelten seit November 2023 soziale Erhaltungssatzungen für die Teltower Vorstadt Nord und Babelsberg Süd. Weitere Gebiete könnten hinzukommen: Aktuell prüft die Stadt die Voraussetzungen für entsprechende Satzungen in der Brandenburger Vorstadt, Babelsberg Nord und der Barocken Stadterweiterung.

Beim zweitägigen Treffen beschäftigen sich die Teilnehmer außerdem mit der geplanten Änderung des Baugesetzbuchs, dem Thema Wohnen auf Zeit, der Umwandlung von Wohnraum und einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung in Milieuschutzgebieten.

Austausch findet seit 2018 statt

Neben Vertretern der 14 Kommunen nehmen auch Fachleute verschiedener Bundesinstitutionen und kommunaler Organisationen teil. Der Städteaustausch zur sozialen Erhaltungssatzung findet bereits seit 2018 statt. In diesem Jahr wird das Netzwerktreffen zum achten Mal veranstaltet – und erstmals in Potsdam.

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