Sanierung des Lottenhofs startet – drei Millionen Euro reichen nicht für das ganze Gebäude
Im Lottenhof in Potsdam West beginnen in der kommenden Woche die lange geplanten Sanierungsarbeiten. Rund drei Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. Wegen gestiegener Baukosten kann das Nachbarschaftszentrum allerdings zunächst nicht vollständig modernisiert werden.
Nach mehreren Verzögerungen geht es am Lottenhof jetzt los. Zunächst stehen die Einrichtung der Baustelle, eine Schadstoffsanierung und Arbeiten am Dach an. Bis 2028 soll der Umbau abgeschlossen werden.
Während der etwa zweijährigen Bauphase können verschiedene Angebote nicht wie gewohnt auf dem Gelände stattfinden. Dazu gehören unter anderem Tanzangebote, der Foodtruck und der Nikolausmarkt. Für sie müssen vorübergehend andere Standorte gefunden werden.
Tanzsaal steht zunächst im Mittelpunkt
Ursprünglich war vorgesehen, das gesamte Gebäude umfassend zu sanieren und anschließend ganzjährig nutzbar zu machen. Dafür reichen die vorhandenen rund drei Millionen Euro aufgrund der gestiegenen Baukosten inzwischen jedoch nicht mehr aus.
Der Schwerpunkt liegt deshalb zunächst auf dem etwa 300 Quadratmeter großen Tanzsaal. Dieser soll so modernisiert werden, dass er künftig das ganze Jahr über von der Nachbarschaft genutzt werden kann.
Beim Ostflügel beschränken sich die Arbeiten zunächst auf die Sicherung des Gebäudeteils und die Schadstoffsanierung. Im Westflügel, der sogenannten Trattoria, sollen neue Fenster und Türen eingebaut werden. Eine Heizung kann mit dem derzeit vorhandenen Budget allerdings nicht finanziert werden.
Weitere Finanzierungsmöglichkeiten gesucht
Für noch offene Arbeiten sucht das Stadtteilnetzwerk deshalb nach weiteren Geldquellen. Kleinere Vorhaben könnten beispielsweise über Crowdfunding finanziert werden.
Für die Trattoria setzt das Stadtteilnetzwerk außerdem auf den Potsdamer Bürgerhaushalt. Dort bewirbt sich das Projekt um 26.000 Euro, mit denen zunächst die weitere Planung finanziert werden soll. Langfristig gibt es unter anderem die Idee, in den Räumen eine Kiezküche einzurichten.
Potsdamerinnen und Potsdamer können noch bis zum 9. November über die Vorschläge für den Bürgerhaushalt abstimmen. Danach werden die erfolgreichsten Ideen der Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Beratung vorgelegt.