Resort Schwielowsee: Insolvenzverfahren nach mehr als zehn Jahren vor dem Abschluss
Mehr als zehn Jahre nach dem Fördermittel- und Betrugsskandal um das Resort Schwielowsee in Petzow steht das Insolvenzverfahren der ursprünglichen Betreibergesellschaft vor dem Abschluss. Wie die MAZ berichtet, war der 24. Juni der letzte Termin für Gläubiger, um Forderungen oder Einwendungen geltend zu machen.
Von ursprünglich rund 39 Millionen Euro an Forderungen bleibt nach Angaben des Insolvenzverwalters nur ein Bruchteil übrig. Für viele Handwerker, Lieferanten und öffentliche Einrichtungen werden offene Rechnungen deshalb wohl nur zu einem kleinen Teil beglichen.
Die Abwicklung des Verfahrens zog sich über Jahre hin. Gründe waren unter anderem fehlende Unterlagen, komplizierte Eigentumsverhältnisse, laufende Strafverfahren sowie die Klärung von Kunst- und Einrichtungsgegenständen aus dem Hotelbestand.
Trotz der Insolvenz konnte der Hotelbetrieb fortgeführt werden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters blieben dabei mehr als 100 Arbeitsplätze erhalten. Das heutige Resort Schwielowsee und seine aktuellen Betreiber stehen dabei in keinem Zusammenhang mit der ehemaligen Betreibergesellschaft.