Prozess mit mutmaßlichem Clan-Bezug: Polizei sichert Justizzentrum in Potsdam
Am Potsdamer Justizzentrum ist es am Dienstag zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Grund war ein Gerichtsprozess gegen einen Mann Mitte 40, dem nach Angaben des Amtsgerichts Zossen Verbindungen zur Clankriminalität nachgesagt werden. Mehrere Mannschaftswagen, Streifenwagen und Spezialeinsatzkräfte sicherten das Gelände an der Jägerallee.
Verhandelt wurden unter anderem Drogen- und Sachbeschädigungsdelikte, die der Angeklagte während seiner Haft in einer Berliner Justizvollzugsanstalt begangen haben soll. Aus Sicherheitsgründen wurde der Prozess von Zossen nach Potsdam verlegt, da das dortige Gerichtsgebäude die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen nicht gewährleisten konnte.
Das Amtsgericht Zossen verurteilte den Mann zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird der Verurteilte aus Sicherheitsgründen in wechselnden Berliner Justizvollzugsanstalten untergebracht. Der Prozess verlief laut Gericht ohne besondere Zwischenfälle.