Potsdams Sozialausgaben steigen deutlich
Die Stadt Potsdam muss immer mehr Geld für soziale Leistungen aufbringen. Allein 2025 lagen die Nettoausgaben bei rund 63,8 Millionen Euro – etwa 42 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Auch für die kommenden Jahre rechnet die Stadt mit steigenden Kosten.
Besonders deutlich zeigt sich die langfristige Entwicklung bei den gesamten Sozialausgaben: Sie stiegen von 71,5 Millionen Euro im Jahr 2010 auf mehr als 183 Millionen Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig wachsen in mehreren Bereichen die Fallzahlen.
So gab es zwischen 2023 und 2026 unter anderem mehr Fälle bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei der Hilfe zur Pflege. Besonders stark war der Zuwachs bei der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit mehr als 32 Prozent.
Stadt fordert bessere Kostenerstattung
Als Gründe für die steigenden kommunalen Ausgaben nennt die Stadt höhere Fallzahlen und nicht ausreichende Kostenerstattungen. Da es sich größtenteils um gesetzlich vorgeschriebene Leistungen handelt, könne Potsdam die Ausgaben nicht einfach reduzieren.
Für die Jahre 2027 bis 2030 wird mit einem weiteren Kostenanstieg gerechnet. Die Stadt will deshalb unter anderem zusätzliche Refinanzierungen und Fördermöglichkeiten prüfen und sich gegenüber Bund und Land für eine stärkere finanzielle Beteiligung einsetzen.