Potsdamer Wasserversorgung: Neue Debatte um Privatisierung und Wassergebühren
Die Diskussion um die Zukunft der Wasserversorgung in Potsdam gewinnt weiter an Brisanz. Die Stadtverwaltung hat nun bestätigt, dass die Einnahmen aus der Teilprivatisierung des städtischen Wasserbetriebs Ende der 1990er Jahre indirekt von den Verbrauchern finanziert wurden.
Nach Angaben der Stadt flossen damals rund 85 Millionen Euro aus dem Verkauf in den städtischen Haushalt. Die Finanzierung erfolgte jedoch über die Wassergebühren, die von den Kundinnen und Kunden gezahlt wurden. Kritiker sehen sich durch diese Erkenntnis in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber weiteren Privatisierungsmodellen bestätigt.
Aktuell prüft die Stadt Potsdam erneut Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit privaten Partnern im Bereich der Wasserversorgung. Die jüngsten Entwicklungen dürften die politische Debatte über die Zukunft des kommunalen Wasserbetriebs weiter anheizen.