Potsdamer Stadtverwaltung zieht erste Bilanz zum Einstellungsstopp
Seit April gilt in der Potsdamer Stadtverwaltung eine vorübergehende Verzögerung bei der Besetzung frei gewordener Stellen. Neue Stellenbesetzungen sollen grundsätzlich sieben Monate ausgesetzt werden. Damit sollen die Personalkosten der Stadt reduziert werden.
25 Stellen bislang von Verzögerung betroffen
Bis zum 24. August wurden nach Angaben der Stadt 77 Anträge auf die Besetzung freier Stellen geprüft. Bei 25 Stellen wurde die Neubesetzung tatsächlich verzögert. In 15 Fällen wurden Ausnahmen genehmigt, weitere 37 Stellen fielen unter bereits bestehende Ausnahmeregelungen.
Das genaue Einsparvolumen steht bislang noch nicht fest. Eine entsprechende Auswertung der Stadt liegt noch nicht vor. Nach einer Modellrechnung des Tagesspiegels könnten sich die Einsparungen auf rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr belaufen. Ursprünglich waren drei bis vier Millionen Euro als mögliches Einsparziel genannt worden.
Keine Auswirkungen auf Bürgerdienste festgestellt
Nach Angaben der Stadtverwaltung sind bislang keine direkten Auswirkungen auf die Bürgerdienste erkennbar. Längere Wartezeiten oder eingeschränkte Öffnungszeiten im Zusammenhang mit der Maßnahme seien nicht festgestellt worden.
Wie lange die Regelung zur verzögerten Stellenbesetzung bestehen bleibt, ist derzeit noch offen. Die Verwaltungsspitze will darüber zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.