Potsdam wird vorübergehend zum ICE-Bahnhof
Ab heute halten regelmäßig ICE-Züge am Potsdamer Hauptbahnhof. Bis zum 12. Dezember bekommt die Landeshauptstadt damit direkte Fernverkehrsverbindungen unter anderem nach Hannover, Dortmund, Essen und Düsseldorf. Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hannover.
ICE hält etwa alle zwei Stunden in Potsdam
Für Bahnreisende aus Potsdam gibt es in den kommenden Wochen eine ungewohnte Reisemöglichkeit: Die ICE-Linie 10 macht vorübergehend Halt am Hauptbahnhof. Etwa alle zwei Stunden soll ein ICE in Potsdam stoppen.
Damit können Reisende ohne Umstieg unter anderem nach Braunschweig, Hannover, Minden, Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg und Düsseldorf fahren. Einzelne Verbindungen führen darüber hinaus weiter bis Köln.
Keine ICE-Fahrt von Potsdam nach Berlin
Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: In Potsdam darf nur in Richtung Nordrhein-Westfalen eingestiegen werden. Wer aus dieser Richtung kommt, kann am Potsdamer Hauptbahnhof aussteigen. Für eine schnelle ICE-Fahrt zwischen Potsdam und Berlin können die zusätzlichen Halte dagegen nicht genutzt werden.
Auch müssen Reisende während der Bauarbeiten insgesamt mehr Zeit einplanen. Durch die Umleitungen können sich die Fahrzeiten auf der Strecke um 60 bis 80 Minuten verlängern.
Bauarbeiten sorgen für Potsdamer ICE-Halt
Hintergrund ist die umfangreiche Sanierung der Bahnverbindung zwischen Lehrte und Berlin. Unter anderem werden Gleise und Weichen erneuert sowie Bahnhöfe und weitere Teile der Infrastruktur modernisiert. Fernzüge zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen werden deshalb über eine andere Strecke geführt.
Von dieser Umleitung profitiert Potsdam zumindest vorübergehend mit einem eigenen ICE-Halt. Bis zum 12. Dezember sollen die Fernzüge der Linie 10 regelmäßig am Potsdamer Hauptbahnhof stoppen.