Potsdam plant Abbau von mehr als 1.000 Kita-Plätzen
In Potsdam stehen mehrere Kitas vor dem Aus. Wegen sinkender Kinderzahlen will die Stadt ihre Betreuungskapazitäten deutlich reduzieren. Gegen Schließungen und mögliche Einsparungen hatten Eltern und Beschäftigte bereits protestiert.
Nach dem neuen Entwurf der Kita- und Schulentwicklungsplanung sollen bis 2031 insgesamt 1.030 Krippen- und Kindergartenplätze wegfallen. Konkret geht es um 700 Kindergarten- und 330 Krippenplätze. Die Stadt begründet die Pläne vor allem mit deutlich rückläufigen Geburtenzahlen.
Mehrere Einrichtungen sollen schließen
Vorgesehen ist unter anderem die Schließung der Kitas Villa Kunterbunt, Tönemaler, Am Heiligen See und Jagdschloss sowie der Krippe Schiller Sternchen. Auch weitere Einrichtungen und Horte sollen geschlossen oder mit anderen Standorten zusammengelegt werden. Die Maßnahmen sind bislang allerdings nur Teil des Verwaltungsentwurfs und noch nicht endgültig beschlossen.
Bereits am Dienstag hatten Eltern, Beschäftigte und Kita-Träger in Potsdam gegen geplante Schließungen und Einsparungen bei der Kinderbetreuung demonstriert. Sorgen gibt es unter anderem auch wegen möglicher kürzerer Betreuungszeiten.
Die neue Kita- und Schulentwicklungsplanung soll zunächst im November in den politischen Gremien beraten werden. Im Dezember sollen dann die Potsdamer Stadtverordneten darüber entscheiden.