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Neuer digitaler PotsdamPass soll Familien und Menschen mit geringem Einkommen entlasten

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Weniger Bürokratie und ein einfacherer Zugang zu Bildung, Kultur und Freizeit: Die Stadt Potsdam plant die Einführung eines digitalen PotsdamPasses. Damit sollen Menschen mit geringem Einkommen künftig leichter finanzielle Unterstützung und Vergünstigungen nutzen können.

Die Landeshauptstadt Potsdam möchte zwei bisher getrennt geplante Angebote zusammenführen: die Bildungs- und Teilhabekarte sowie den Kultur- und Sozialpass. Daraus soll der neue digitale PotsdamPass entstehen.

Mit einer einzigen Karte könnten Berechtigte künftig verschiedene Leistungen verwalten und Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Ziel ist es, Anträge und Abrechnungen zu vereinfachen und mehr Menschen den Zugang zu Unterstützungsangeboten zu ermöglichen.

Unterstützung für Familien und Kinder

Besonders Familien mit geringem Einkommen sollen vom neuen PotsdamPass profitieren. Über die digitale Karte könnten beispielsweise Zuschüsse für folgende Angebote abgewickelt werden:

  • Schulessen und gemeinschaftliche Mittagsverpflegung
  • Schulausflüge und Klassenfahrten
  • Nachhilfe und Lernförderung
  • Mitgliedsbeiträge für Sportvereine und andere Freizeitangebote

Bislang werden diese Leistungen nicht von allen Anspruchsberechtigten genutzt. Ende Juli 2026 nahmen lediglich 44,7 Prozent der Berechtigten die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket in Anspruch.

Durch weniger bürokratische Hürden möchte die Stadt erreichen, dass künftig mehr Familien die ihnen zustehende Unterstützung erhalten.

Auch Kulturangebote sollen leichter zugänglich werden

Neben Bildungsangeboten soll der PotsdamPass auch den Zugang zu kulturellen und kommunalen Einrichtungen erleichtern.

Menschen mit geringem Einkommen könnten damit ihren Anspruch auf ermäßigte Eintrittspreise unkompliziert nachweisen. Die Stadt möchte so ermöglichen, dass mehr Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Einführung frühestens 2028 geplant

Bis der digitale PotsdamPass tatsächlich genutzt werden kann, wird es allerdings noch dauern.

Zunächst müssen die Stadtverordneten dem Vorhaben zustimmen. Für 2027 ist die Ausschreibung der notwendigen technischen Plattform vorgesehen. Ab 2028 könnte der PotsdamPass dann schrittweise eingeführt werden.

Zu Beginn sollen unter anderem Menschen mit Wohngeld, Bürgergeld oder Grundsicherung sowie Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz den Pass erhalten können.

Die Stadt rechnet mit jährlichen Kosten von rund 120.000 Euro.

Bis zur Einführung können berechtigte Familien die bisherigen Bildungs- und Teilhabeleistungen weiterhin über das Sozialamt der Landeshauptstadt Potsdam beantragen.

Schreibe den Einstieg noch nachrichtenhafterStelle klarer heraus, dass der Pass geplant ist

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