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Neuer Anlauf für freien Uferweg am Griebnitzsee sorgt für Streit

person Charly Dethloff
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Die Pläne für einen wieder durchgängig öffentlichen Uferweg am Griebnitzsee bleiben umstritten. Bei einer Informationsveranstaltung trafen Befürworter und Gegner des Projekts aufeinander. Neben rechtlichen Fragen spielen vor allem die möglichen Kosten eine große Rolle.

Stadt stellt neue Pläne für den Uferweg vor

Potsdam unternimmt einen neuen Versuch, den Uferbereich am Griebnitzsee langfristig öffentlich zugänglich zu machen. Grundlage ist der Vorentwurf für den Bebauungsplan „Griebnitzsee-Ufer“. Der geplante befestigte Weg soll höchstens drei Meter breit und ausschließlich für Fußgänger vorgesehen sein. Die Stadt beschreibt das Ziel als Erholungsangebot; zugleich soll an die Geschichte des Areals entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze erinnert werden.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Campus Griebnitzsee wurden die Pläne am Mittwochabend vorgestellt. Dabei zeigte sich erneut, wie unterschiedlich die Positionen sind. Mehrere Grundstückseigentümer äußerten Bedenken und stellten auch weitere rechtliche Auseinandersetzungen in Aussicht. Zwei frühere Bebauungspläne zum Ufer waren nach erfolgreichen Klagen 2009 und 2019 für unwirksam erklärt worden.

Kosten von 18 bis 23 Millionen Euro im Raum

Ein weiterer Streitpunkt ist die Finanzierung. Nach Angaben des Baubeigeordneten Bernd Rubelt geht ein Gutachten der Stadt von Kosten zwischen 18 und 23 Millionen Euro aus. Der CDU-Stadtverordnete Wolfhard Kirsch nannte bei der Veranstaltung dagegen eine eigene Schätzung von 40 Millionen Euro und stellte infrage, ob das Projekt angesichts der Finanzlage der Stadt Priorität haben sollte.

Befürworter halten dagegen am Ziel eines öffentlich zugänglichen Ufers fest. Der Verein „Griebnitzsee für alle“ begrüßt den neuen Planungsversuch. Die Stadt will unabhängig vom möglichen durchgängigen Weg außerdem drei bereits städtische Flächen am See neu gestalten und deren Aufenthaltsqualität verbessern.

Potsdamer können sich noch bis 20. Oktober beteiligen

Entschieden ist über den Uferweg noch nicht. Derzeit läuft die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan. Bis zum 20. Oktober können Bürgerinnen und Bürger die Unterlagen einsehen und Stellungnahmen abgeben.

Anschließend werden die Rückmeldungen ausgewertet. Die Stadt betont selbst, dass eine Fortführung des Bebauungsplanverfahrens auch davon abhängt, ob die Finanzierung gesichert werden kann. Die Ergebnisse der Beteiligung sollen den Stadtverordneten als Zwischenbericht vorgelegt werden.

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