Lokalnachrichten Land Brandenburg

Nach CSD-Anschlag: Brandenburg überprüft Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen

person Charly Dethloff
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Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin überprüft das Brandenburger Innenministerium die Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen im Land. Dabei sollen die Einsatzpläne der Polizei gemeinsam mit den Organisatoren der einzelnen CSDs auf mögliche zusätzliche Schutzmaßnahmen geprüft werden.

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es derzeit keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung einzelner Veranstaltungen in Brandenburg. Gleichzeitig geht das Land von einer mittleren einstelligen Zahl islamistischer Gefährder aus. Insgesamt zählt der Verfassungsschutz in Brandenburg rund 260 Personen, die dem islamistischen Spektrum zugerechnet werden. Etwa 200 von ihnen gelten als gewaltbereit.

Darüber hinaus plant Innenminister Jan Redmann ein schärferes Polizeigesetz zur Terrorabwehr. Geprüft werden unter anderem neue Befugnisse wie der Einsatz elektronischer Fußfesseln für potenzielle Gefährder sowie erweiterte Möglichkeiten zur Überwachung verschlüsselter Kommunikation und zur Gesichtserkennung.

Auch in Potsdam hatte der Anschlag große Betroffenheit ausgelöst. Am Montagabend kamen auf dem Alten Markt zahlreiche Menschen zu einer Gedenkveranstaltung zusammen, um ein Zeichen für Vielfalt und gegen Hass zu setzen.

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