Millionenbetrug bei KW Development: Angeklagte räumen Vorwürfe weitgehend ein
Im Prozess um mutmaßliche Bestechung, Untreue und Steuerhinterziehung beim Potsdamer Projektentwickler KW Development haben die beiden Angeklagten die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sie rund 13,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Wohnprojekt in Beelitz-Heilstätten abgezweigt haben.
Dem früheren Projektleiter von KW Development wird vorgeworfen, in dutzenden Fällen Bestechungsgelder angenommen und Zahlungen freigegeben zu haben. Sein Mitangeklagter soll Rechnungen für Leistungen gestellt haben, die nie erbracht wurden. Der größte Teil des Schadens soll durch fingierte Abrechnungen bei der Entsorgung von Erdaushub entstanden sein.
Mit dem mutmaßlich ergaunerten Geld sollen die Beschuldigten unter anderem Immobilien in Deutschland und auf dem Balkan, Luxusautos sowie ein Boot in Werder gekauft haben. Aufgedeckt wurde der Fall durch Ermittlungen der Steuerfahndung nach Auffälligkeiten bei Umsatzsteuererklärungen. Der Prozess vor dem Landgericht Potsdam wird am 22. Juni fortgesetzt. Dann sollen weitere Zeugen, darunter Mitarbeiter des Finanzamts und KW-Development-Chef Jan Kretzschmar, aussagen.