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Knie- und Hüft-OPs: Brandenburg liegt deutlich über dem internationalen Durchschnitt

person Charly Dethloff
schedule Gerade eben
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In Brandenburg werden deutlich häufiger künstliche Knie- und Hüftgelenke eingesetzt als in vielen anderen Industrieländern. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK Nordost. Deshalb soll das Zweitmeinungsverfahren vor planbaren Operationen künftig gestärkt werden.

Im Jahr 2021 kamen in Brandenburg 189 Knie-Endoprothesen je 100.000 Einwohner zum Einsatz – im Durchschnitt der OECD-Länder waren es nur 119. Bei Hüftprothesen fällt der Unterschied ähnlich deutlich aus: 260 statt 172 Eingriffe je 100.000 Einwohner. Laut AOK sind die Zahlen im Land bis 2023 sogar weiter gestiegen.

Die Krankenkasse begrüßt deshalb die geplante Ausweitung des Zweitmeinungsverfahrens. Künftig sollen Patientinnen und Patienten vor bestimmten planbaren Operationen verpflichtend über ihr Recht auf eine unabhängige zweite ärztliche Einschätzung informiert werden. Ziel ist es, unnötige Eingriffe zu vermeiden und Betroffene bei ihrer Entscheidung besser zu unterstützen.

Zweitmeinung wird bislang kaum genutzt

Nach Angaben der AOK wird das bisherige Angebot nur selten wahrgenommen. Oft würden Patientinnen und Patienten gar nicht über ihren Anspruch informiert. Aus Sicht der Krankenkasse soll sich das mit der Gesetzesänderung ändern.

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