Kleinmachnow verstärkt Jagd auf Wildschweine
Wildschweine sorgen derzeit in vielen Teilen Kleinmachnows für Probleme. Die Gemeinde reagiert mit einer intensiveren Jagd und prüft zusätzliche Flächen, auf denen die Tiere künftig bejagt werden könnten.
Bereits 114 Wildschweine erlegt
Umgegrabene Grünflächen und Gärten, umgekippte Mülltonnen und Wildschweine mitten in Wohngebieten: Die Gemeinde Kleinmachnow berichtet derzeit von einer besonders hohen Präsenz der Tiere.
Gleichzeitig läuft die Jagd bereits auf Hochtouren. Seit Beginn des aktuellen Jagdjahres am 1. April wurden im Pachtgebiet Kleinmachnow/Stahnsdorf 114 Wildschweine erlegt. Damit sind es schon jetzt mehr als im gesamten vorherigen Jagdjahr. Damals waren es 107 Tiere.
Die Jagdpächter setzen inzwischen auch ein spezielles Jagdgewehr mit Unterschallmunition ein. Dadurch können Wildschweine unter bestimmten Voraussetzungen auch innerhalb der Ortslage bejagt werden.
Weitere Jagdflächen werden geprüft
Zusätzlich untersucht die Gemeinde, welche weiteren Flächen für die Jagd genutzt werden können. In sogenannten befriedeten Bezirken ruht die Jagd grundsätzlich. Deshalb muss jeweils geprüft werden, wo eine Bejagung rechtlich zulässig und zugleich sicher möglich ist.
Nach Angaben der Gemeinde erschweren außerdem beschädigte Hochstände, Lebendfallen und Wildschutzzäune die Arbeit. Auch das gezielte Füttern der Tiere sei ein Problem, weil Wildschweine dadurch ihre Scheu vor Menschen verlieren und zusätzlich in Wohngebiete gelockt werden können.
Sichtungen sollen weiterhin gemeldet werden
Eine wichtige Rolle spielt das Wildschwein-Monitoring WIMO. Dort können Einwohnerinnen und Einwohner Sichtungen melden. Die Daten sollen dabei helfen, Wege und Rückzugsorte der Tiere besser nachzuvollziehen und die Jagd entsprechend anzupassen.
Ganz aus Kleinmachnow verschwinden werden die Wildschweine nach Einschätzung der Gemeinde nicht. Ziel ist es deshalb, den derzeit hohen Bestand zu reduzieren und damit auch Begegnungen zwischen Menschen und den Tieren in den Wohngebieten zu verringern.