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Inklusion in Potsdam: 83 Maßnahmen sollen Barrieren abbauen

person Charly Dethloff
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Rund 25.500 Menschen mit einem amtlich festgestellten Grad der Behinderung leben in Potsdam. Wo es im Alltag noch Barrieren gibt und was sich verbessern soll, zeigt der aktuelle Jahresbericht der Potsdamer Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Dr. Tina Denninger. Ein zentraler Baustein ist der neue Teilhabeplan mit 83 konkreten Maßnahmen.

Rund 25.500 Menschen mit Behinderung in Potsdam

Denninger stellte ihren Jahresbericht am 23. September in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung vor. Zum Jahresende 2025 lebten demnach rund 25.500 Menschen mit einem amtlich festgestellten Grad der Behinderung von mindestens 20 in der Landeshauptstadt. Etwa 15.100 von ihnen hatten einen Grad der Behinderung von mindestens 50.

Die tatsächliche Zahl der Menschen mit Behinderung dürfte darüber liegen, da nicht jede Behinderung statistisch erfasst wird.

83 Maßnahmen für mehr Teilhabe

Ein Schwerpunkt ist der im Juli beschlossene Lokale Teilhabeplan. Er umfasst 83 konkrete Maßnahmen, mit denen Inklusion stärker in unterschiedlichen Bereichen der Stadt berücksichtigt werden soll.

Dabei geht es nicht nur um klassische Barrierefreiheit. Auch Bildung, Arbeit, Freizeit, Verwaltung und soziale Angebote spielen eine Rolle.

Probleme für Familien mit Kindern mit Behinderung

Weiteren Handlungsbedarf sieht der Bericht bei der Unterstützung von Familien mit Kindern mit Behinderung. Schule, Schulassistenz, Schülerbeförderung, Ferienbetreuung, Jugendhilfe und weitere Hilfen greifen demnach noch nicht überall ausreichend ineinander.

Unter anderem sollen deshalb die Kriterien bei der Schülerbeförderung, Qualitätsstandards und Möglichkeiten für Beschwerden weiterentwickelt werden.

Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Auch der Übergang in Ausbildung und Beruf bleibt eine Herausforderung. Das Netzwerk „Arbeit inklusiv“ soll deshalb Unternehmen und Menschen mit Behinderung stärker zusammenbringen und Zugänge zu Praktika, Ausbildung und Arbeitsplätzen schaffen.

Auch die Stadt Potsdam selbst will als Arbeitgeberin mehr Möglichkeiten schaffen. Unter anderem wurde ein Kooperationsvertrag für Praktikums- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung geschlossen.

Barrieren für gehörlose und schwerhörige Menschen

Eine neu gegründete Fokusgruppe beschäftigt sich außerdem mit den Erfahrungen gehörloser und schwerhöriger Menschen. Dabei wurden unter anderem Barrieren in der Kommunikation mit der Verwaltung benannt.

Angebote wie der Potsdamer Gebärdentreff sollen den Austausch verbessern. Auch die Deutsche Gebärdensprache soll bei Angeboten der Stadt stärker berücksichtigt werden.

Denningers zentrale Botschaft: Inklusion soll nicht als einzelnes Spezialthema behandelt werden, sondern bei Entscheidungen in der gesamten Stadt mitgedacht werden.

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