Grundstücksmarkt in Brandenburg erholt sich weiter: Mehr Käufe und steigende Umsätze
Der Immobilienmarkt in Brandenburg gewinnt weiter an Fahrt. Das zeigt der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2025, den das Innenministerium in Potsdam vorgestellt hat. Demnach wurden im vergangenen Jahr 27.050 Kaufverträge abgeschlossen – rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg sogar um 13 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro.
Nachfrage auch außerhalb des Berliner Speckgürtels wächst
Besonders auffällig: Die Preisunterschiede zwischen dem Berliner Umland und weiter entfernten Regionen werden kleiner. Während die Grundstückspreise im Speckgürtel weitgehend stabil geblieben sind, legten sie in vielen Orten außerhalb des direkten Berliner Umlands zu. Gründe dafür sind unter anderem eine bessere Verkehrsanbindung und die zunehmende Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.
Im Durchschnitt kostete ein Baugrundstück für ein Einfamilienhaus im Berliner Umland 318 Euro pro Quadratmeter, im weiteren Metropolenraum waren es 111 Euro.
Häuser und Wohnungen weiter gefragt
Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser blieben im Landesdurchschnitt nahezu stabil. Ein freistehendes Haus kostete 2025 durchschnittlich 361.000 Euro, Reihenhäuser und Doppelhaushälften lagen bei rund 304.000 Euro.
Deutlich angezogen hat dagegen der Markt für neue Eigentumswohnungen. Hier stiegen sowohl die Zahl der Verkäufe als auch die Preise. Eine neu gebaute Eigentumswohnung kostete im vergangenen Jahr im Schnitt 423.000 Euro.
Markt erholt sich nach schwierigen Jahren
Nachdem der Immobilienmarkt 2023 infolge gestiegener Zinsen sowie der wirtschaftlichen Unsicherheiten deutlich eingebrochen war, setzt sich die Erholung nun das zweite Jahr in Folge fort. Innenstaatssekretär Uwe Schüler wertet die steigenden Umsätze als positives Signal für Brandenburg. Besonders gefragt seien inzwischen auch Wohnlagen außerhalb des direkten Berliner Speckgürtels.