Geburten in Brandenburg auf historischem Tiefstand – Potsdam bleibt positive Ausnahme
In Brandenburg sind 2025 so wenige Kinder geboren worden wie seit den Nachwendejahren nicht mehr. Gleichzeitig ist die Zahl der Sterbefälle erneut gestiegen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Eine positive Ausnahme bleibt dabei die Landeshauptstadt Potsdam.
Weniger Geburten, mehr Sterbefälle in Brandenburg
Im vergangenen Jahr wurden in Brandenburg 14.495 Kinder geboren – rund 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig starben 35.743 Menschen. Damit liegt der sogenannte Sterbeüberschuss bei 21.248 Personen und erreicht den höchsten Stand seit 1990.

Auch die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau ist weiter gesunken und liegt inzwischen bei 1,30. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre fort.

Potsdam mit den besten Werten im Land
Im landesweiten Vergleich schneidet Potsdam deutlich besser ab als der Rest Brandenburgs. Die Landeshauptstadt verzeichnet mit 7,3 Geburten je 1.000 Einwohner die höchste Geburtenrate und mit 9,7 Sterbefällen je 1.000 Einwohner gleichzeitig die niedrigste Sterberate im Land.
Zwar wurden auch in Potsdam 2025 mehr Sterbefälle als Geburten registriert – 1.802 Todesfälle standen 1.345 Geburten gegenüber. Der natürliche Bevölkerungsrückgang fällt hier jedoch deutlich geringer aus als im Landesdurchschnitt. Nach Angaben des Statistikamtes ist das vor allem auf die vergleichsweise junge Altersstruktur der Landeshauptstadt zurückzuführen.
Alternde Bevölkerung prägt die Entwicklung
Insgesamt verzeichneten alle kreisfreien Städte und Landkreise Brandenburgs im vergangenen Jahr mehr Sterbefälle als Geburten. Als Hauptursache nennen die Statistiker die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Viele Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen erreichen inzwischen ein Alter mit einem höheren Sterberisiko, während gleichzeitig immer weniger Kinder geboren werden.