Elch „Bert“ ist tot: Brandenburgs bekanntester Elch stirbt mit zehn Jahren
Über Jahre gehörte Elch „Bert“ zu den wohl bekanntesten tierischen Bewohnern Brandenburgs. Nun ist das zehnjährige Tier gestorben. Seit 2018 hatten Wildbiologen seine Wanderungen verfolgt – einen Großteil seiner Zeit verbrachte er im Naturpark Nuthe-Nieplitz in Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming.
Am vergangenen Sonntag schlug der GPS-Sender des Elchs Alarm und übermittelte ein Sterbesignal. Wissenschaftler bargen das Tier anschließend und ließen es untersuchen.
Dabei wurde festgestellt, dass schwere innere Verletzungen infolge eines stumpfen Traumas zum Tod geführt haben. Wie genau diese entstanden sind, lässt sich bislang nicht eindeutig sagen.
Kampf mit einem anderen Elch möglich
Eine mögliche Erklärung ist eine Auseinandersetzung mit einem anderen Elchbullen. „Bert“ hielt sich während der aktuellen Brunftzeit auf einer Rinderweide auf. Gleichzeitig wurde in seinem Gebiet ein weiterer, jüngerer Elchbulle beobachtet.
Während der Brunft können Begegnungen zwischen männlichen Elchen durchaus in körperlichen Auseinandersetzungen enden. Ob ein solcher Kampf tatsächlich die tödlichen Verletzungen verursacht hat, ist allerdings nicht geklärt.
Seit Jahren im Naturpark Nuthe-Nieplitz unterwegs
„Bert“ wurde 2016 in Polen geboren und tauchte zwei Jahre später in Brandenburg auf. Seitdem begleiteten Wildbiologen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde seine Wege mithilfe eines GPS-Senders.
Ab 2019 hielt er sich vor allem im Naturpark Nuthe-Nieplitz auf. Sein Streifgebiet umfasste zeitweise rund 10.000 Hektar. Dadurch wurde der Elch auch bei vielen Menschen in der Region bekannt und immer wieder zum begehrten Fotomotiv.
Für die Forschung hinterlässt „Bert“ umfangreiche Daten darüber, wie sich ein Elch über viele Jahre in der brandenburgischen Landschaft bewegt und seinen Lebensraum nutzt. Für die beteiligten Wissenschaftler war das Tier nach der jahrelangen Beobachtung aber längst mehr als nur ein Forschungsobjekt.