Brandenburg gehört bei der Grippeschutzimpfung zu den Spitzenreitern
Brandenburg zählt bundesweit zu den Ländern mit den höchsten Grippe-Impfquoten bei älteren Menschen. Das geht aus dem aktuellen Arzneimittelreport der Krankenkasse BARMER hervor. Demnach waren im Jahr 2023 rund 52 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Influenza geimpft. Nur Sachsen-Anhalt erreichte mit gut 55 Prozent einen höheren Wert.
Trotz des guten Abschneidens sehen Experten weiterhin Handlungsbedarf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass mindestens 75 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Grippe geimpft sein sollten. Dieses Ziel wird sowohl in Brandenburg als auch bundesweit deutlich verfehlt.
Besonders groß ist die Impflücke laut BARMER bei Risikogruppen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen und Menschen mit Vorerkrankungen wie einem Herzinfarkt war zuletzt nicht gegen Grippe geimpft. Die Krankenkasse weist darauf hin, dass eine Grippeschutzimpfung insbesondere bei älteren Menschen das Risiko schwerer Krankheitsverläufe und Krankenhausaufenthalte deutlich senken kann.