Anlagebetrug in Zossen
Ein Mann kam am Mittwoch in das Polizeirevier Zossen und gab an, Opfer eines Betrugs geworden zu sein. Nach derzeitigem Kenntnisstand hatte er zuvor Anlagemöglichkeiten im Internet recherchiert, sich die augenscheinlich attraktivsten Angebot rausgesucht und schließlich auch seine Daten weiteregegeben. In Folge investierte er einen sechsstelligen Betrag. Nun habe aber seine Hausbank wegen der getätigten Überweisungen Kontakt mit ihm aufgenommen, weshalb er misstrauisch wurde und sich offenbar herausstellte, dass es sich um einen Betrug handelt. Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei.
Die Polizei rät
Vertrauen Sie Ihr Geld ausschließlich seriösen Anbietern an. Lassen Sie sich aussagekräftige Referenzen zeigen.
· Nehmen Sie sich Zeit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und zum Vertragsabschluss drängen.
· Lesen Sie die AGBs des Anbieters genau durch und fragen Sie bei Unklarheiten gezielt nach.
· Fragen Sie nach der Absicherung Ihrer Investition. Bestimmte Produkte (z.B. Inhaberschuldverschreibungen) sind beispielsweise nicht über einen so genannten Einlagensicherungsfonds abgesichert – das heißt, bei einer Insolvenz des ausgebenden Unternehmens sind diese Gelder verloren.
· Holen Sie Vergleichsangebote anderer Anbieter ein.
· Nutzen Sie den Service von Verbraucherzentralen und spezialisierten Anwälten (z.B. Fachanwälte für Kapitalmarktrecht) und lassen Sie die Ihnen vorliegenden Angebote prüfen.
· Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen blenden. Der Aussicht auf einen hohen Gewinn (Rendite) steht immer ein hohes Risiko, bis hin zum Totalverlust, gegenüber.
· Produkt-Zertifizierungen (z.B. TÜV- oder andere „Siegel“) sind vor allem Werbemittel und bieten weder Gewähr für die Seriosität des Anbieters noch für risikolose Kapitalanlagen.
· Achten Sie auf den Firmensitz. Unseriöse Anbieter von Anlageprodukten wählen ihren Geschäftssitz gerne im Ausland, vor allem in den bekannten Steueroasen in Übersee.
· Achten Sie auf die Gesellschaftsform. Beispielsweise unterliegt eine als „Limited“ (Ltd.) geführte Gesellschaft mangels Stammkapital keinerlei Haftungsverpflichtung.
Darüber hinaus informiert die Polizei des Landes Brandenburg regelmäßig über ihre Kanäle in den Sozialen Medien u.a. zu aktuellen Betrugsphänomen. Auf den Kanälen bei WhatsApp, Instagram, X und Facebook finden Bürgerinnen und Bürger Präventionshinweise und Verhaltenstipps zu unterschiedlichsten Themen.