Potsdam beim Verdienst an der Spitze: So hoch sind die Löhne in Brandenburg
Die Löhne in Brandenburg sind weiter gestiegen. Besonders hoch fällt das mittlere Einkommen in Potsdam aus: Die Landeshauptstadt liegt beim Verdienst im landesweiten Vergleich vorn. Deutschlandweit bleibt Brandenburg beim Lohnniveau allerdings weiterhin zurück.
Potsdam hat höchstes Medianentgelt in Brandenburg
Nach den Zahlen des Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lag das sogenannte Medianentgelt in Potsdam 2025 bei 4.254 Euro brutto im Monat. Damit weist die Landeshauptstadt den höchsten Wert in Brandenburg auf.
Auf Potsdam folgen Cottbus mit 3.887 Euro und Brandenburg an der Havel mit 3.790 Euro. Deutlich niedriger liegen die Werte beispielsweise im Havelland mit 3.284 Euro und im Landkreis Elbe-Elster mit 3.321 Euro.
Beim Median handelt es sich nicht um den klassischen Durchschnitt: Eine Hälfte der Beschäftigten verdient mehr als diesen Wert, die andere Hälfte weniger. Sehr hohe oder sehr niedrige Gehälter beeinflussen die Zahl deshalb weniger stark.
Löhne in Brandenburg steigen weiter
Brandenburgweit lag das mittlere Bruttoentgelt 2025 bei 3.613 Euro im Monat. Gegenüber dem Vorjahr ist der Wert damit um 211 Euro gestiegen.
Der Abstand zum bundesweiten Niveau bleibt trotzdem deutlich. Deutschlandweit lag das Medianentgelt bei 4.217 Euro und damit gut 600 Euro höher als in Brandenburg. Nur in vier Bundesländern fiel der Wert niedriger aus.
Große Unterschiede zwischen den Berufen
Wie viel am Ende auf der Gehaltsabrechnung steht, hängt natürlich auch stark vom Beruf ab. Besonders deutlich wird das beim Vergleich einzelner Branchen.
In Informatikberufen lag das mittlere Bruttoentgelt in Brandenburg bei 5.348 Euro. In Reinigungsberufen waren es dagegen 2.567 Euro. Ähnlich niedrig lag der Wert mit 2.572 Euro in der Tourismusbranche.
Eine weitere Besonderheit zeigt der Entgeltatlas beim Vergleich zwischen Männern und Frauen: In Brandenburg liegt das Medianentgelt von Frauen in vergleichbaren Berufen laut den Zahlen um 210 Euro beziehungsweise knapp sechs Prozent über dem der Männer.