Rubelt beantragt Disziplinarverfahren gegen sich selbst
Im Konflikt zwischen Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und Baubeigeordnetem Bernd Rubelt gibt es eine neue Entwicklung. Rubelt hat nach eigenen Angaben die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen sich selbst beantragt. Damit sollen die gegen ihn im Raum stehenden Vorwürfe offiziell geprüft werden.
Geplante Mediation vorerst fraglich
Eine zuvor geplante Mediation mit der Oberbürgermeisterin hält Rubelt unter diesen Umständen nicht für möglich. Nach seiner Darstellung seien ein laufendes Disziplinarverfahren und vertrauliche Mediationsgespräche nicht miteinander vereinbar.
Rubelt hat außerdem das Brandenburger Innenministerium eingeschaltet. Dort hat er eine dienstrechtliche Prüfung von Vorgängen beantragt, die die Oberbürgermeisterin betreffen.
Die Stadtverwaltung erklärte, dass derzeit noch kein Disziplinarverfahren gegen Rubelt eingeleitet worden sei.
Hintergrund ist der seit mehreren Wochen andauernde Konflikt innerhalb der Potsdamer Rathausspitze. Gegen Rubelt liegt außerdem ein Abwahlantrag vor. Eine ursprünglich für Anfang November geplante Abstimmung war zunächst verschoben worden, um eine Mediation zu ermöglichen.