Klinikum Ernst von Bergmann: Teilprivatisierung als mögliche Option
Die finanzielle Lage des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann bleibt angespannt. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel schließt deshalb auch den Einstieg privater Investoren nicht grundsätzlich aus. Eine Teilprivatisierung sei derzeit aber nicht die bevorzugte Lösung.
Für 2027 steht beim Klinikum ein Defizit von bis zu 36 Millionen Euro im Raum. Die Stadt will das kommunale Krankenhaus deshalb erneut finanziell unterstützen. Geplant sind zusätzliche Hilfen und weitere Kredite im zweistelligen Millionenbereich für die Jahre 2027 und 2028.
Gleichzeitig werden weitere Möglichkeiten zur Stabilisierung geprüft. Dazu zählen Einsparungen, mögliche tarifliche Maßnahmen und auch die Beteiligung privater Investoren. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel stellte allerdings klar, dass derzeit keine konkreten Gespräche über eine Teilprivatisierung stattfinden oder geplant sind.
Widerstand aus der Stadtpolitik
Die Überlegungen sorgen bereits für Kritik. SPD und Linke lehnen einen Teilverkauf des kommunalen Klinikums ab. Sie wollen, dass das Krankenhaus vollständig in öffentlicher Hand bleibt.
Neben möglichen neuen Finanzierungswegen will das Klinikum auch seine Kosten reduzieren. Zuletzt war bereits angekündigt worden, unter anderem die Personalkosten überprüfen und senken zu wollen.