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Weltkriegsmunition bei Groß Glienicke: So läuft die kontrollierte Sprengung ab

person Charly Dethloff
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Bomben, Granaten und Handgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind in einem Waldgebiet bei Groß Glienicke gefunden worden. Heute sollen die nicht transportfähigen Kampfmittel kontrolliert gesprengt werden. Rund 700 Menschen müssen dafür ihre Wohnungen verlassen, Straßen werden gesperrt.

Bei einer systematischen Suche im Wald nördlich von Groß Glienicke wurde eine größere Menge Weltkriegsmunition entdeckt. Ein Teil der Funde konnte bereits sicher abtransportiert werden. Andere Kampfmittel müssen dagegen direkt vor Ort unschädlich gemacht werden.

Welche Munition gefunden wurde und warum ein Abtransport nicht immer möglich ist, erklärt Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg:

Sprengung erfolgt in vier Phasen

Die verbliebenen Kampfmittel werden nicht auf einmal gesprengt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat insgesamt vier Sprengphasen vorgesehen.

Warum dieses Vorgehen notwendig ist:

Auch die eigentliche Sprengung ist genau vorbereitet. Die Experten müssen die Kampfmittel zunächst sichern und für die kontrollierte Detonation vorbereiten.

B2 und L20 von Sperrungen betroffen

Rund um die Groß Glienicker Heide gilt für den Einsatz ein Sperrkreis von anderthalb Kilometern. Etwa 700 Menschen in Groß Glienicke müssen den Bereich verlassen. Auch Teile von Berlin-Gatow liegen innerhalb des Sperrgebiets.

Auswirkungen gibt es zudem auf den Verkehr. Die B2 und die L20 werden im betroffenen Bereich gesperrt. Bei den Buslinien 604 und 638 müssen sich Fahrgäste ebenfalls auf Änderungen einstellen.

Was das für Autofahrer und Pendler bedeutet erklärt Juliane Güldner, Pressesprecherin bei der Stadt:

Einsatz über Landesgrenzen hinweg

An der Aktion sind Einsatzkräfte aus Potsdam, dem Landkreis Havelland und Berlin beteiligt. Allein auf Potsdamer Gebiet sind rund 120 Kräfte im Einsatz. Die Koordination über Stadt-, Kreis- und Landesgrenzen hinweg macht die Maßnahme auch organisatorisch besonders.

Wann der Sperrkreis wieder aufgehoben werden kann und die Bewohner zurück in ihre Wohnungen dürfen, hängt vom Verlauf der Sprengungen ab.

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