Potsdam will Kopfsteinpflaster in der Dortustraße glätten
Weniger Rütteln auf dem Fahrrad: Potsdam will noch in diesem Jahr ein neues Verfahren auf dem historischen Kopfsteinpflaster der Dortustraße testen. Auf rund 400 Metern soll die Fahrbahn abgeschliffen und damit deutlich ebener werden.
Wer mit dem Fahrrad durch die Dortustraße fährt, kennt das holprige Kopfsteinpflaster. Die Stadt plant deshalb einen Pilotversuch zwischen Hegelallee und Charlottenstraße. Noch 2026 könnten dort spezielle Maschinen zum Einsatz kommen, die Unebenheiten im historischen Natursteinpflaster beseitigen.
Vorgesehen ist, einen rund 6,80 Meter breiten Bereich der Fahrbahn zu bearbeiten. Die seitlichen Flächen, die unter anderem von der Gastronomie und zum Abstellen von Fahrrädern genutzt werden, sollen unangetastet bleiben. Die Abstimmungen mit dem Denkmalschutz laufen noch.
Diamantscheiben gegen holpriges Pflaster
Bei dem Verfahren wird die Oberfläche der Pflastersteine mit speziellen Diamantschleifscheiben bearbeitet. Dadurch soll die Fahrbahn nahezu eben werden. Eine Rillenstruktur in der Oberfläche soll gleichzeitig dafür sorgen, dass ausreichend Grip erhalten bleibt.
Der eigentliche Schleifvorgang soll pro Abschnitt etwa drei bis fünf Tage dauern. Zuvor sind allerdings Vorarbeiten am Pflaster notwendig, für die mehrere Wochen eingeplant werden. Als möglicher Starttermin für das Projekt ist derzeit der November vorgesehen.
Für die rund 400 Meter lange Pilotstrecke rechnet die Stadt mit Kosten von etwa 600.000 Euro.
Historisches Straßenbild soll erhalten bleiben
Ein Vorteil des Verfahrens: Das vorhandene Kopfsteinpflaster kann erhalten werden. Ein kompletter Neubau der Straße wäre damit nicht notwendig. Gleichzeitig soll die Dortustraße komfortabler und sicherer mit dem Fahrrad befahrbar werden.
Sollte sich das Verfahren bewähren, könnte das Schleifen von Kopfsteinpflaster auch für weitere Straßen mit historischem Pflaster interessant werden.