Potsdam zeichnet Engagement für Vielfalt mit Integrationspreis aus
Menschen zusammenbringen, Teilhabe ermöglichen und sich gegen Ausgrenzung einsetzen: Dafür hat die Landeshauptstadt am Sonntag zum 22. Mal den Potsdamer Integrationspreis vergeben. Unter dem Motto „Engagiert. Mutig. Gegen Rassismus.“ wurden in der Reithalle des Hans-Otto-Theaters mehrere Menschen, Vereine und Projekte ausgezeichnet.
In der Kategorie Einzelleistung ging der Preis in diesem Jahr erstmals an zwei Personen: Manal Alhamwiah wurde für ihr langjähriges Engagement für Begegnung und interkulturellen Austausch geehrt. Dr. Ulrike Funke erhielt die Auszeichnung für ihre ehrenamtliche Erinnerungsarbeit an die Potsdamer Opfer der Shoah.
Auch der SV Babelsberg 03 gehört zu den Preisträgern. Gewürdigt wurde das Engagement des Vereins an der Schnittstelle von Sport, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Fußball werde dabei als Möglichkeit genutzt, unterschiedliche Menschen sowie Kinder und Jugendliche zusammenzubringen.
Weitere Auszeichnungen gingen an das Projekt „Wilde Jahreszeiten – Naturerfahrung“, das gemeinsame Naturerlebnisse für geflüchtete Kinder und Familien ermöglicht, sowie an „WIR WÄHLEN Potsdam“ für sein Engagement rund um politische Teilhabe und Mitbestimmung.
Den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis Nachbarschaft erhielt das Nachbarschaftscamp „Aus Fremden werden Nachbarn“ der Initiative Sonnenkiez. Insgesamt wurden beim diesjährigen Integrationspreis Preisgelder in Höhe von 3.000 Euro vergeben.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betonte bei der Verleihung die Bedeutung des Engagements für eine vielfältige Stadtgesellschaft. Die Preisträgerinnen, Preisträger und Projekte waren zuvor von einer unabhängigen Fachjury ausgewählt worden.