Persiusspeicher Potsdam: Neuer Eigentümer plant Millionen-Investition
Beim Potsdamer Persiusspeicher gibt es neue Details zu den geplanten Millionen-Investitionen. Nach Recherchen der Potsdamer Neuesten Nachrichten ist inzwischen bekannt, wem mehrere Grundstücke auf dem Areal gehören. Mindestens 100 Millionen Euro sollen in den Standort an der Zeppelinstraße fließen. Wann die Arbeiten beginnen, bleibt allerdings offen.
Der neue Eigentümer mehrerer Grundstücke am Persiusspeicher ist demnach die VKL Zweite Hotel Betriebs GmbH mit Sitz in Hamburg. Das geht laut PNN aus einer Auskunft der Grundbuchstelle hervor. Als Gesellschafter wird die VKL Hotel Invest GmbH genannt.
Bereits vor einigen Monaten waren umfangreiche Investitionspläne für das Areal bekannt geworden. Vorgesehen sind demnach die Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude, zusätzliche Flächen sowie eine neue Wohnbebauung im südlichen Bereich des Grundstücks direkt an der Havel. Insgesamt sollen mindestens 100 Millionen Euro investiert werden.
Wann beginnen die Arbeiten am Persiusspeicher?
Diese Frage bleibt bislang unbeantwortet. Die Verantwortlichen halten sich mit konkreten Informationen zum weiteren Zeitplan zurück. Gegenüber den PNN erklärte die Geschäftsführung, derzeit keine Details zu dem Potsdamer Projekt kommunizieren zu wollen.
Damit ist zwar klarer, wer hinter einem Teil des Areals steht – wann die angekündigten Investitionen sichtbar werden, bleibt jedoch offen.
Persiusspeicher gehört zu Potsdams ältesten Industrieanlagen
Der denkmalgeschützte Persiusspeicher wurde 1840 nach Plänen des Baumeisters Ludwig Persius errichtet und zählt zu den ältesten Industrieanlagen Potsdams.
Teile des Gebäudekomplexes haben eine wechselvolle Geschichte. Zur 1000-Jahr-Feier Potsdams wurde der Speicher 1993 zeitweise als Kunsthalle genutzt. Ein Teil des Areals befindet sich weiterhin im Besitz der Landeshauptstadt.
Die Stadt sucht nach eigenen Angaben noch einen Käufer für ihren unsanierten Teil des denkmalgeschützten Speichers. Mit dem neuen Eigentümer des benachbarten Grundstücks habe es bereits Kontakt gegeben.
Für zusätzliche Veränderungen am Standort hatte zuletzt auch die Schließung des dortigen Hotels mit mehr als 100 Zimmern gesorgt.