Groß Glienicke lehnt geplanten Windpark im Potsdamer Norden ab
Im Potsdamer Norden könnten künftig bis zu neun neue Windräder entstehen. Der Ortsbeirat Groß Glienicke hat sich nun allerdings mehrheitlich gegen das geplante Vorhaben in Groß Glienicke Nord-West ausgesprochen. Die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans fand im Ortsbeirat keine Mehrheit.
Nach den bisherigen Planungen könnten bis zu fünf Windenergieanlagen in Groß Glienicke Nord-West und bis zu vier weitere im benachbarten Kartzow entstehen. Die Anlagen könnten eine Höhe von bis zu 262 Metern erreichen. Mit Änderungen des Flächennutzungsplans sollen zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die beiden Windenergievorhaben geschaffen werden.
Ortsbeirat fordert Suche im gesamten Stadtgebiet
Mit der Ablehnung verbindet der Ortsbeirat die Forderung, die Suche nach möglichen Windkraftstandorten nicht allein auf den Potsdamer Norden zu konzentrieren. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel soll prüfen lassen, welche geeigneten Flächen es im gesamten Potsdamer Stadtgebiet gibt.
Kritiker des Vorhabens in Groß Glienicke fordern vor weiteren Entscheidungen unter anderem genauere Untersuchungen zum tatsächlichen Windaufkommen am Standort, zur Wirtschaftlichkeit und zum energiewirtschaftlichen Bedarf. Auch die Kosten und der konkrete Nutzen der Anlagen sollen aus ihrer Sicht transparenter dargestellt werden.
Die Planungen befinden sich noch im Verfahren. Die Stadt Potsdam hatte zuletzt gemeinsam mit den Vorhabenträgern über die geplanten Windenergieprojekte in Groß Glienicke Nord-West und Kartzow informiert. Die entsprechenden Vorlagen sollen im September auch in den zuständigen Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung beraten werden.