Neue Kulturförderrichtlinie für Potsdam geplant
Potsdam will seine Kulturförderung neu aufstellen. Eine neue Kulturförderrichtlinie soll die bisherigen Regelungen bündeln und Kulturschaffenden sowie Einrichtungen mehr Planungssicherheit geben. Vorgestellt wird der Entwurf am 17. September im Kulturausschuss.
Künftig sollen erstmals alle Förderarten im Kulturbereich in einem gemeinsamen Regelwerk zusammengefasst werden. Unterschieden wird weiterhin zwischen Projektförderung und institutioneller Förderung. Für die Vergabe sind einheitliche Bewertungsverfahren durch Fachjurys und feste Fristen vorgesehen.
Vor allem für dauerhaft geförderte Kultureinrichtungen soll die Finanzierung verlässlicher werden. So regelt die Richtlinie unter anderem erstmals, dass in besonderen Ausnahmefällen Rückstellungen und Rücklagen anerkannt werden können. Außerdem sollen längerfristige Förderplanungen ermöglicht werden.
Nach der Beratung im Kulturausschuss soll die Stadtverordnetenversammlung am 4. November über die Richtlinie entscheiden. Geplant ist, dass sie zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt und erstmals bei Anträgen für Förderungen ab 2028 angewendet wird.