Lebendige Bibliothek in Potsdam: Sieben Menschen erzählen von ihrem Einsatz für Frieden
Am Donnerstag, 17. September, lädt die Stiftung Garnisonkirche Potsdam zu einer besonderen Form des Austauschs ein. Bei der „Lebendigen Bibliothek – Viele Stimmen für den Frieden“ werden sieben Menschen zu „lebendigen Büchern“ und berichten von ihrem persönlichen Engagement für Frieden, Demokratie und Menschenrechte.
Das Prinzip funktioniert ähnlich wie in einer Bibliothek: Die Besucherinnen und Besucher wählen ein „Buch“ aus – statt eines gedruckten Werks bekommen sie allerdings Zeit für ein persönliches Gespräch. An kleinen Tischen erzählen die Teilnehmenden von ihren Erfahrungen, Fragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. Nach einer Gesprächsrunde kann zum nächsten „Buch“ gewechselt werden.
Von der DDR-Friedensbewegung bis zur Ukraine
Mit dabei sind Annette Flade, Renate Kaula, Hans-Georg Baaske, Andreas Bauer und Michael Keil. Ihre Geschichten führen unter anderem zum Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“, zum Potsdamer Friedenskreis, zur Wehrdienstverweigerung und zum Olof-Palme-Friedensmarsch 1987.
Mit Ina Rumiantseva und der ukrainischen Künstlerin Yulia Maruschko richtet sich der Blick auch auf die Gegenwart. Dabei geht es um Demokratie und Menschenrechte in Belarus sowie um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Erfahrungen von Menschen mit Krieg und Flucht.
Hintergrund der Veranstaltung ist die Erinnerung an den internationalen Olof-Palme-Friedensmarsch im September 1987, bei dem sich Menschen aus Ost und West gemeinsam für Frieden und Abrüstung einsetzten. Fast 40 Jahre später soll diskutiert werden, was Menschen heute dazu bewegt, für ihre Überzeugungen einzustehen und wie ein Austausch trotz unterschiedlicher Perspektiven gelingen kann.
Die „Lebendige Bibliothek – Viele Stimmen für den Frieden“ beginnt am 17. September um 17:30 Uhr in der Garnisonkirche Potsdam. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.