Aktuelles Potsdam

TelefonSeelsorge Potsdam sucht neue Ehrenamtliche

person Charly Dethloff
schedule

Zuhören, wenn Menschen nicht mehr weiterwissen, Sorgen teilen und in schwierigen Situationen für andere da sein: Die TelefonSeelsorge Potsdam wird zu einem großen Teil von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. Im November 2026 startet der nächste Ausbildungskurs für Menschen, die sich künftig in der TelefonSeelsorge engagieren möchten.

Wie vielfältig die Arbeit ist, zeigen auch die aktuellen Zahlen: Die TelefonSeelsorge in Berlin, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam verzeichnete 2025 mehr als 53.000 Anrufe, aus denen knapp 49.000 Seelsorgegespräche entstanden. Zu den häufigsten Themen gehörten Einsamkeit, familiäre Beziehungen, depressive Stimmungen, Stress und Ängste.

Wir haben mit Beate Müller, Leiterin der TelefonSeelsorge Potsdam, über die Arbeit der Ehrenamtlichen gesprochen. Was bedeutet es eigentlich, am anderen Ende der Leitung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen da zu sein?

Neun Monate Vorbereitung auf das Ehrenamt

Wer bei der TelefonSeelsorge mitarbeiten möchte, wird intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet. Der nächste Ausbildungskurs beginnt im November und dauert rund neun Monate. Vorkenntnisse aus einem sozialen oder psychologischen Beruf sind dabei nicht zwingend das Entscheidende – gesucht werden Menschen, die bereit sind zuzuhören und sich auf ganz unterschiedliche Lebensgeschichten einzulassen.

Wen die TelefonSeelsorge für den neuen Kurs sucht, erklärt Beate Müller:

Zur Ausbildung gehören unter anderem Gesprächstraining, Selbsterfahrung, Krisenintervention und Suizidprävention. Denn am Telefon können die Ehrenamtlichen auch mit sehr belastenden Situationen konfrontiert werden. Begleitet werden sie später unter anderem durch regelmäßige Supervision und Weiterbildungen.

Einsamkeit und familiäre Probleme beschäftigen viele Anrufende

Die Gründe für einen Anruf sind ganz unterschiedlich. Laut aktuellem Jahresbericht gehörten Einsamkeit und Isolation sowie familiäre Beziehungen mit jeweils 22 Prozent zu den häufigsten Gesprächsthemen. Auch depressive Stimmungen, emotionale Erschöpfung und Ängste spielen eine große Rolle.

Welche Sorgen den Ehrenamtlichen derzeit besonders häufig begegnen:

Wer sich für die Mitarbeit entscheidet, übernimmt eine längerfristige Aufgabe und sollte möglichst lange dabei bleiben. Dazu gehören auch Dienste außerhalb klassischer Arbeitszeiten.

Wie viel Zeit Interessierte für das Ehrenamt realistisch einplanen sollten:

Neuer Ausbildungskurs startet im November

Wer sich vorstellen kann, selbst zuzuhören und Menschen in schwierigen Situationen zu begleiten, kann sich jetzt über den kommenden Ausbildungskurs informieren. Vor dem Start findet zunächst ein persönliches Gespräch statt.

Was Beate Müller Menschen mitgibt, die noch überlegen, ob dieses Ehrenamt zu ihnen passt – und wie die Bewerbung funktioniert:

Weitere Informationen zum Ehrenamt und zur Ausbildung gibt es bei der TelefonSeelsorge Potsdam und der Hoffbauer-Stiftung.

Radio Potsdam
expand_less
Radio Potsdam

WILLKOMMEN ZUHAUSE!