Allgemein Kleinmachnow

Wildschweine in Kleinmachnow: Mit WIMO den Tieren auf der Spur

person Charly Dethloff
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Wildschweine im Garten, am Straßenrand oder beim Spaziergang: In Kleinmachnow sind Begegnungen mit den Tieren keine Seltenheit. Mit dem Wildschwein-Monitoring WIMO will die Gemeinde deshalb besser nachvollziehen, wo die Tiere unterwegs sind und wo sich mögliche Rückzugsorte befinden. Wir haben mit Kleinmachnows Bürgermeister Bodo Krause über das System und den richtigen Umgang mit Wildschweinen gesprochen.

Wildschweine gehören in Kleinmachnow mittlerweile fast schon zum Ortsbild. Immer wieder tauchen die Tiere in Wohngebieten auf oder werden in der Nähe von Grundstücken und Straßen gesichtet.

Wie die Situation derzeit aussieht, erklärt Bürgermeister Bodo Krause:

Doch wie gefährlich ist eine Begegnung tatsächlich? Gerade wenn die Tiere plötzlich sehr nah auftauchen, ist die Verunsicherung schnell groß.

WIMO sammelt Wildschwein-Sichtungen

Um einen besseren Überblick zu bekommen, setzt Kleinmachnow auf WIMO – das Wildschwein-Monitoring. Wer ein Wildschwein entdeckt, kann seine Sichtung online melden und damit Informationen darüber liefern, wo sich die Tiere bewegen.

Wie das funktioniert und welche Angaben dabei wichtig sind:

Interessant ist das Projekt auch mit Blick über die Gemeindegrenze hinaus. Wir wollten deshalb wissen, ob sich beispielsweise auch für Potsdam nachvollziehen lässt, wo Wildschweine gesichtet werden.

Wo liegen die Wildschwein-Hotspots?

WIMO läuft inzwischen seit einigen Monaten. Die gesammelten Meldungen sollen dabei helfen, Bewegungen der Tiere zu erkennen und mögliche Schwerpunkte auszumachen.

Welche Erkenntnisse sich bislang aus den Einträgen ergeben, erklärt Bodo Krause:

Die Daten verschwinden dabei nicht einfach auf einer digitalen Karte. Sie können der Gemeinde und auch den zuständigen Jägern Hinweise für den Umgang mit den Wildschweinen liefern.

Warum Füttern zum Problem werden kann

Über WIMO können außerdem illegale Futterstellen gemeldet werden. Denn werden Wildschweine gezielt oder unbewusst mit Nahrung angelockt, können sie sich stärker an Wohngebiete und Menschen gewöhnen.

Was Anwohner rund um ihr Grundstück beachten können:

Was tun, wenn plötzlich ein Wildschwein vor einem steht?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich eine Begegnung nicht immer verhindern. Besonders unangenehm kann es werden, wenn eine Bache mit ihren Frischlingen auftaucht.

Wie man sich in einer solchen Situation verhalten sollte:

Ein Reflex dürfte bei vielen Menschen zunächst sein: möglichst schnell weg. Doch ob Weglaufen tatsächlich die beste Reaktion ist, erklärt der Bürgermeister:

Und Bodo Krause kennt Wildschwein-Begegnungen nicht nur aus seiner Arbeit im Rathaus. Auch in seinem eigenen Garten stand bereits eines der Tiere. Wie er damit umgegangen ist:

Wer einem Wildschwein begegnet, sollte also vor allem Ruhe bewahren, Abstand halten und dem Tier genügend Platz lassen. Und wer in Kleinmachnow unterwegs ist, kann seine Beobachtung anschließend über WIMO melden – damit die Gemeinde einen besseren Überblick darüber bekommt, wo ihre tierischen Nachbarn gerade unterwegs sind.

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