Rätseln statt Spazieren: Mit dem „Schatztagebuch“ Sanssouci neu entdecken
Den Schlosspark Sanssouci kennen viele Potsdamer wahrscheinlich ziemlich gut. Doch wie wäre es, den Park einmal mit ganz anderen Augen zu sehen? Genau das verspricht das „Schatztagebuch“: ein Outdoor-Escape-Game, bei dem aus einem Spaziergang eine Rätseltour wird. Wir haben mit den Machern Stefan Schwarz und Marcus Richter gesprochen.
Das Prinzip verbindet Schatzsuche, Rätsel und eine fortlaufende Geschichte. Statt vor einem Bildschirm zu sitzen, geht es raus und direkt an die Originalschauplätze. Eines der Abenteuer führt mitten durch den Park Sanssouci.
Wie das Ganze funktioniert, erklärt Marcus Richter:
Rätsel zwischen Schloss und Park
Wer das Sanssouci-Abenteuer startet, folgt einer Geschichte durch den Park und muss unterwegs verschiedene Aufgaben lösen. Dabei werden bekannte Orte Teil der Handlung – ohne dass vorher verraten wird, wo genau die entscheidenden Hinweise warten.
Stefan Schwarz erklärt, was die Teilnehmer auf ihrer Tour erwartet:
Eine Besonderheit: Für das Abenteuer braucht es weder einen persönlichen Guide noch eine App. Auch einen festen Starttermin gibt es nicht. Die Teilnehmer können selbst entscheiden, wann sie losziehen und in welchem Tempo sie die Tour absolvieren.
Wie wird aus Sanssouci ein Rätsel?
Bis aus einem Ort im Schlosspark eine funktionierende Aufgabe wird, steckt einiges an Arbeit dahinter. Die Macher schauen sich die Umgebung genau an und entwickeln daraus Rätsel, Hinweise und Geschichten.
Wie dieser Prozess funktioniert, erzählt Marcus Richter:
Gerade für Potsdamer ist dabei spannend, dass selbst ein vermeintlich vertrauter Ort noch Überraschungen bereithalten kann. Das Schatztagebuch soll den Blick auf Details lenken, an denen man bei einem normalen Spaziergang möglicherweise einfach vorbeilaufen würde.
Von Jugendfreunden zu Abenteuermachern
Hinter den Rätseltouren stehen Freunde, die ihre Begeisterung für geheimnisvolle Orte und das Entdecken schon seit ihrer Jugend verbindet. Marcus Richter und Stefan Schwarz entwickeln als Gründer die Abenteuer. Unterstützt werden sie unter anderem von Danny Kraus, der an den Geschichten mitarbeitet, sowie Daniel Richter und András Schleer, die beim Prüfen und Testen der Schatzsuchen helfen.
Wie aus der gemeinsamen Begeisterung schließlich das „Schatztagebuch“ entstand, erzählt Stefan Schwarz:
Neue Abenteuer sind bereits im Blick
Inzwischen beschränkt sich das Schatztagebuch nicht mehr nur auf Potsdam. Die Idee soll auch an anderen Orten funktionieren und Familien, Freunde und Teams auf Entdeckungstour schicken.
Und damit ist für die Macher noch lange nicht Schluss. Wo die Reise als Nächstes hingehen soll, verrät Stefan Schwarz:
Wer Sanssouci also schon unzählige Male besucht hat, bekommt mit dem Schatztagebuch eine etwas andere Möglichkeit, den bekannten Park zu erkunden: nicht nur spazieren und anschauen, sondern suchen, kombinieren und rätseln.