Roboter Billie im Potsdamer Hotel: Was die KI schon kann – und was sie noch lernen muss
Er öffnet Türen, fährt selbstständig durch Hotelzimmer und schaut ganz genau hin, ob beim Housekeeping alles stimmt: Im Seminaris SeeHotel Potsdam ist seit einigen Monaten Roboter Billie unterwegs. Mithilfe Künstlicher Intelligenz soll er das Team bei der Qualitätskontrolle unterstützen. Wir haben mit General Manager Niels Fentsch darüber gesprochen, was Billie inzwischen kann, wo er noch Probleme hat – und warum ein Roboter eigentlich Billie heißt.
Was macht Billie eigentlich?
Seit Januar wird der Roboter im Seminaris SeeHotel trainiert. Seine Aufgabe: Hotelzimmer kontrollieren, nachdem sie vom Housekeeping vorbereitet wurden. Dabei soll Billie erkennen, ob alles den Standards des Hotels entspricht.
Wie das genau funktioniert, erklärt Niels Fentsch, General Manager des Seminaris SeeHotels Potsdam:
Noch ist Billie allerdings nicht überall im Hotel unterwegs. Während der Trainingsphase lernt er nach und nach weitere Bereiche und Zimmer kennen. Wie weit er dabei inzwischen gekommen ist?
Auch ein Roboter muss erst lernen
Denn einfach auspacken, anschalten und losschicken funktioniert bei Billie nicht. Seine KI musste zunächst lernen, wie ein ordentlich vorbereitetes Hotelzimmer überhaupt aussehen soll – und worauf sie bei der Kontrolle achten muss.
Was Billie zu Beginn noch nicht konnte:
Und dieses Wissen kommt natürlich nicht von allein. Damit Billie einen Fehler erkennen kann, müssen ihm Menschen zunächst zeigen, was überhaupt richtig und falsch ist. Das Team im Hotel spielt deshalb beim Training eine entscheidende Rolle.
Wie dieses Zuarbeiten ganz konkret funktioniert:
Fehlendes Toilettenpapier? Billie schaut nach
Mittlerweile hat Billie einiges dazugelernt. Seine KI kann das, was sie in einem Zimmer sieht, mit dem zuvor antrainierten Standard vergleichen. So soll der Roboter beispielsweise erkennen, wenn etwas fehlt oder noch nicht richtig vorbereitet wurde.
Doch wie zuverlässig ist das inzwischen?
Besonders genau schaut der Roboter auch auf einen der wichtigsten Bereiche eines Hotelzimmers: das Bett. Selbst dort kann Billie verschiedene Details erkennen und überprüfen.
Wo Billie noch an seine Grenzen kommt
So beeindruckend einiges davon klingt: Fertig ausgebildet ist der Potsdamer Hotelroboter noch lange nicht. Im täglichen Training gibt es weiterhin Situationen, bei denen die Technik an ihre Grenzen kommt oder Billie noch einmal Unterstützung braucht.
Und genau darum geht es in der aktuellen Entwicklungsphase: herauszufinden, welche Aufgaben ein Roboter sinnvoll übernehmen kann – und welche weiterhin beim Menschen bleiben sollen.
Welche Fähigkeiten Billie künftig noch bekommen könnte und wo Niels Fentsch bewusst Grenzen ziehen würde:
Wenn der Roboter nicht so will wie geplant …
Wo neue Technik ausprobiert wird, läuft natürlich nicht immer alles nach Plan. Und so hat Billie während seiner Zeit im Seminaris SeeHotel auch schon für den einen oder anderen besonderen Moment gesorgt.
Ob er schon einmal stecken geblieben ist oder seine Kolleginnen und Kollegen anderweitig überrascht hat?
Eine Frage bleibt allerdings noch offen – und die hat weniger mit KI und Technik zu tun: Warum heißt der Roboter eigentlich Billie?
Bekommt Billie irgendwann Roboter-Kollegen?
Die Reise des Hotelroboters ist noch nicht zu Ende. Billie soll weiter lernen und langfristig noch selbstständiger im Hintergrund arbeiten können. Denkbar sind dabei auch Aufgaben außerhalb der Zimmerkontrolle.
Der direkte Kontakt mit den Gästen soll dagegen weiterhin Sache der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben.
Und vielleicht bleibt Billie irgendwann auch nicht der einzige Roboter im Seminaris SeeHotel. Wie Niels Fentsch die weitere Entwicklung von Billie und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sieht:
Billie wird also weiter lernen – gemeinsam mit dem Team im Seminaris SeeHotel Potsdam. Das Ziel dabei ist nicht, den Menschen im Hotel zu ersetzen, sondern ihm Aufgaben im Hintergrund abzunehmen. Und bis Billie ausgelernt hat, dürfte es noch einiges zu entdecken geben.