Wildschweine in Kleinmachnow auf neuen Wegen: Gemeinde bittet um Meldungen
In Kleinmachnow werden Wildschweine derzeit häufiger an neuen Stellen gesichtet. Die Gemeinde bittet Bürgerinnen und Bürger deshalb, Begegnungen über das digitale Wildschwein-Monitoring WIMO zu melden. Gleichzeitig gibt sie Hinweise, wie man sich verhalten sollte, wenn die Tiere plötzlich im eigenen Garten auftauchen.
Grund für die veränderten Aufenthaltsorte könnte der derzeit hohe Jagddruck sein. Seit Beginn des Jagdjahres am 1. April wurden im Pachtgebiet Kleinmachnow/Stahnsdorf bereits 75 Wildschweine erlegt. Nach Angaben der Gemeinde liegt die aktuelle Quote damit mehr als 50 Prozent über den Abschüssen des Vorjahres.
Die Tiere verlassen deshalb teilweise ihre bisherigen Aufenthaltsbereiche und suchen sich neue Rückzugsorte. Häufiger beobachtet werden Wildschweine aktuell unter anderem rund um den Stolper Berg, entlang des Bannwaldes sowie im Bereich Zehlendorfer Damm und Kiebitzberge.
Sichtungen über WIMO melden
Damit die neuen Aufenthaltsorte der Tiere besser erfasst werden können, setzt die Gemeinde auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wildschwein-Sichtungen können über das digitale Wildschwein-Monitoring WIMO auf der Internetseite der Gemeinde Kleinmachnow eingetragen werden.
Die Angaben sollen den zuständigen Jägern dabei helfen, Veränderungen bei den Rückzugsorten der Tiere zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Wildschwein im Garten: Abstand halten
Steht plötzlich ein Wildschwein im eigenen Garten, gilt vor allem: Nicht auf das Tier zugehen und ausreichend Abstand halten. Nach Möglichkeit sollte man den Garten verlassen und dem Wildschwein genügend Raum geben, damit es selbstständig weiterziehen kann.
Aus sicherer Entfernung könne man sich laut Gemeinde durchaus bemerkbar machen und versuchen, den Aufenthalt für die Tiere unattraktiv zu machen.
Hilft das nicht, können sich Betroffene an das Ordnungsamt Kleinmachnow oder direkt an den zuständigen Jagdpächter wenden. Eine Bejagung auf privaten Grundstücken ist allerdings grundsätzlich nicht möglich.
Besteht eine konkrete Gefahr für Menschen, sollte die Polizei verständigt werden. Das gilt insbesondere am Wochenende oder außerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses.