Neue Wohnungen am Brauhausberg: Mietpreise sorgen für Diskussionen
Am Potsdamer Brauhausberg entsteht neuer Wohnraum in prominenter Lage. 107 Wohnungen sollen dort im kommenden Jahr bezugsfertig sein. Doch noch bevor die ersten Mieter einziehen, wird über die Höhe der Mieten diskutiert.
Direkt neben dem Kunsthaus Minsk baut die Hasso-Plattner-Stiftung derzeit sechs neue Wohnhäuser. Insgesamt entstehen 107 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern. Der Einzug soll voraussichtlich ab Frühjahr 2027 möglich sein.
Mittlerweile läuft die Vermietung – und dabei fallen vor allem die Preise auf. Für eine der kleinsten Wohnungen mit knapp 37 Quadratmetern werden beispielsweise mehr als 1.000 Euro Warmmiete im Monat fällig. Die Kaltmiete liegt dort bei rund 25 Euro pro Quadratmeter.
Linke kritisiert Mietpreise
Die Potsdamer Linke sieht die Entwicklung kritisch. Fraktionschef Konstantin Gräfe hält die aufgerufenen Preise angesichts des ohnehin angespannten Wohnungsmarktes für problematisch.
Dabei spielt auch die Vorgeschichte des Grundstücks eine Rolle: Als das Areal 2019 vergeben wurde, war vorgesehen, dort bis zu 120 Wohnungen in einem preisgedämpften Segment zu schaffen. Die Linke fordert deshalb nun erneut, dass die Stadt stärker auf kommunalen und bezahlbaren Wohnraum setzt.
107 Wohnungen in zentraler Lage
Das neue Quartier umfasst 27 Einzimmer-, 24 Zweizimmer-, 36 Dreizimmer- und 20 Vierzimmerwohnungen. Alle Wohnungen sollen über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen.
Hinter dem Bauprojekt steht die gemeinnützige Hasso-Plattner-Stiftung. Sie investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Gebäude. Die späteren Einnahmen aus dem Projekt sollen langfristig auch die Arbeit der Stiftung in den Bereichen Kultur und Bildung finanzieren.