Hitzewelle in Potsdam-Mittelmark: Erhöhte Tierverluste in Mastputenanlage
Die extreme Hitze Ende Juni hatte offenbar auch schwere Folgen für Nutztiere in Potsdam-Mittelmark. In einer Mastputenanlage im Landkreis wurden während der Hitzewelle ungewöhnlich viele tote Tiere registriert. Nach behördlichen Untersuchungen deutet vieles darauf hin, dass die hohen Temperaturen dafür verantwortlich waren.
Geflügelpest als Ursache ausgeschlossen
Wie eine aktuelle Recherche der taz zeigt, hatte der Landkreis Potsdam-Mittelmark ein erhöhtes Verlustgeschehen in einer Mastputenanlage festgestellt.
Daraufhin wurde untersucht, ob möglicherweise die Geflügelpest hinter den Todesfällen steckt. Das konnte ausgeschlossen werden. Der Landkreis geht deshalb davon aus, dass die erhöhten Tierverluste mit der außergewöhnlichen Hitze Ende Juni zusammenhingen.
Wie viele Tiere genau gestorben sind, ist nicht bekannt. Klar ist allerdings: Die Verluste lagen bei mehr als zwei Prozent des Bestandes. Ab dieser Größenordnung müssen Verluste bei Geflügel dem zuständigen Seuchenamt gemeldet werden.
Hitze kann für Geflügel besonders gefährlich werden
Gerade Geflügel leidet stark unter hohen Temperaturen. Die Tiere besitzen keine Schweißdrüsen und können ihre Körpertemperatur deshalb nicht durch Schwitzen regulieren. Bei extremer Hitze steigt damit auch das Risiko für gesundheitliche Probleme und Todesfälle.
Ende Juni hatte eine starke Hitzewelle Deutschland getroffen. Die Temperaturen erreichten teilweise knapp 42 Grad.
Keine genauen Zahlen für Potsdam-Mittelmark
Wie viele Nutztiere im Landkreis insgesamt aufgrund der Hitze gestorben sind, lässt sich derzeit nicht sagen. Hitzebedingte Tierverluste werden nicht systematisch statistisch erfasst.
Eine genaue Einschätzung, wie stark landwirtschaftliche Betriebe in Potsdam-Mittelmark von solchen Todesfällen betroffen sind, ist deshalb bislang kaum möglich.