Neuer Gleichstellungsreport: Frauen in Brandenburg weiterhin benachteiligt
Frauen und Männer sind in Brandenburg auch weiterhin nicht gleichgestellt. Das zeigt der neue Gleichstellungsdatenreport des Landes. Demnach bestehen trotz Fortschritten in vielen Lebensbereichen weiterhin deutliche Unterschiede.
So arbeiten Frauen deutlich häufiger in Teilzeit und übernehmen den Großteil der Sorgearbeit. Während Männer im Schnitt nur gut drei Monate Elternzeit nehmen, sind es bei Frauen knapp 13 Monate. Außerdem verdienen viele Frauen so wenig, dass ihr Einkommen langfristig nicht für eine eigenständige Existenzsicherung ausreicht. Besonders hoch ist das Armutsrisiko laut Bericht für Alleinerziehende.
Gleichzeitig schneidet Brandenburg in einigen Bereichen besser ab als der Bundesdurchschnitt. So ist die Ganztagsbetreuung stärker ausgebaut und Frauen arbeiten häufiger in Vollzeit als in anderen Bundesländern.
Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes, Ulrike Kletzing, fordert deshalb, traditionelle Rollenbilder weiter abzubauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern. Der Bericht soll als Grundlage für die Gleichstellungspolitik in Brandenburg dienen.