53 antisemitische Vorfälle in Potsdam: Zahl in Brandenburg bleibt auf hohem Niveau
Die Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt in Brandenburg auf einem hohen Niveau – das zeigt der aktuelle Bericht der Fachstelle Antisemitismus und des brandenburgischen Sozialministeriums. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 461 Vorfälle erfasst. Das sind zwar etwas weniger als im Vorjahr (484), aber deutlich mehr als noch 2022.
Auch Potsdam ist betroffen: In der Landeshauptstadt wurden 53 antisemitische Vorfälle registriert. Mehr Fälle gab es nur im Landkreis Oberhavel (76) und in Cottbus (57).
Am häufigsten ordnet die Fachstelle die Vorfälle dem rechtsextremen oder rechtspopulistischen Spektrum zu. Besonders oft handelte es sich um die Leugnung oder Verharmlosung des Holocausts sowie um antisemitische Beleidigungen oder Ausgrenzung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr außerdem 58 Bedrohungen und 18 Angriffe dokumentiert.
Das Sozialministerium warnt davor, dass Antisemitismus immer offener auftrete – sowohl im öffentlichen Raum als auch im Internet. Staatssekretär Johannes Wagner betonte, Judenhass dürfe in Brandenburg keinen Platz haben und müsse entschieden bekämpft werden.