20 Euro pro Waschbär: CDU fordert Abschussprämie in Potsdam-Mittelmark
Im Landkreis Potsdam-Mittelmark wird über eine mögliche Abschussprämie für Waschbären diskutiert. Die CDU-Fraktion im Kreistag möchte Jägern künftig 20 Euro pro erlegtem Tier zahlen. Damit soll die weitere Ausbreitung der Waschbären eingedämmt werden. Forschende aus Potsdam untersuchen unterdessen eine ganz andere Methode.
CDU will Waschbärpopulation mit Abschussprämie eindämmen
Waschbären breiten sich in Brandenburg immer weiter aus. Um die Population zu begrenzen, schlägt die CDU-Fraktion im Kreistag Potsdam-Mittelmark eine finanzielle Prämie für Jäger vor.
Konkret sollen künftig 20 Euro für jeden erlegten Waschbären gezahlt werden. Ein entsprechender Antrag ist für Anfang Dezember vorgesehen.
Ob die Prämie tatsächlich eingeführt wird, ist noch offen. Darüber müsste zunächst der Kreistag entscheiden.
Forschende der Universität Potsdam untersuchen Verhütungsmittel
Während die CDU auf eine stärkere Bejagung setzt, verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen anderen Ansatz.
Forschende der Universität Potsdam und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung wollen untersuchen, ob sich Waschbären künftig gezielt mit Verhütungsmitteln behandeln lassen.
Die Idee dahinter: Statt die Tiere zu töten, könnte ihre Fortpflanzung eingeschränkt werden. Ob diese Methode in der Praxis wirksam und umsetzbar ist, muss allerdings erst erforscht werden.
Waschbären breiten sich trotz Bejagung weiter aus
Die zunehmende Verbreitung der Waschbären stellt viele Kommunen vor Herausforderungen. Die Tiere können unter anderem Schäden an Gebäuden und in Gärten verursachen. Außerdem können sie heimische Tierarten beeinträchtigen.
Trotz steigender Abschusszahlen breiten sich Waschbären weiterhin aus.
Ob eine Abschussprämie die Entwicklung im Landkreis Potsdam-Mittelmark wirksam beeinflussen könnte, bleibt abzuwarten. Die geplante Beratung im Kreistag Anfang Dezember dürfte deshalb auch die Frage aufwerfen, welche Maßnahmen langfristig sinnvoll sind.