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Aktuelles

Polizei sucht nach falschem Polizisten

25.07.2019 | 11:35

Nachdem Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben, einem Teltower Rentner im März mehrere zehntausend Euro weggenommen hatten, konnte der Geschädigte mit Zeichnern des LKA Brandenburg ein subjektives Portraits des Geldabholers anfertigen. Die Polizei bittet um überregionale Veröffentlichung und fragt nun in der Bevölkerung, wer den unbekannten Täter kennt und um wen es sich handelt. Hinweise werden von der Kriminalpolizei in Potsdam unter der 0331-5508-0 erbeten. Gerne können Sie auch unser Hinweisformular in unserem Bürgerportal nutzen. Dieses finden Sie im Internet unter: www.polbb.eu/hinweis

Wer erkennt diesen Mann?

Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang erneut Handlungshinweise, wie man derartige Betrugsversuche erkennt und sich schützen kann. (siehe unten)

Hier ist noch einmal die Sachverhaltsschilderung aus der Pressemitteilung vom 08.03.2019:

Gestern, gegen 12:30 Uhr erhielt eine 93-jährige Dame im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen Anruf. Hier erzählte ihr ein angeblicher Bankangestellter, dass von ihrem Konto mehrere tausend Euro abgebucht worden seien und demnächst ein Funkwagen vorbeikäme und mit ihr zur Sparkasse fahren würde. Die Dame erkannte den Betrugsversuch, fragte bei ihrer Bank nach und informierte die Polizei.

Bei einem 78-jährigen Herren aus Potsdam-Mittelmark waren die Betrüger anschließend leider erfolgreich. Der Herr erhielt kurz nach 13:00 Uhr ebenfalls einen Anruf von einem angeblichen Bankmitarbeiter. Dieser teilte mit, dass der Herr ja vor kurzem Bargeld abgehoben habe und es sich hierbei vermutlich um Falschgeld gehandelt habe. Der „Bankmitarbeiter“ verband den Herren nun weiter zu einem „Mitarbeiter der Kriminalpolizei“. Der falsche Polizist gab dem Herren nun zu verstehen, dass ein weiterer Kollege bei ihm zu Hause vorbeikommen müsse, um das Bargeld des Mannes vor Ort zu überprüfen. Kurz darauf erschein ein Mann an der Anschrift des Herren, gab sich als Polizist aus, zeigte einen angeblichen Dienstausweis vor und ließ sich anschließend zu „Prüfungszwecken“ eine fünfstellige Bargeldsumme übergeben. Anschließend verschwand der Täter unerkannt.

Er sprach akzentfrei Deutsch und wurde wie folgt beschrieben:

  • etwa 37-40 Jahre

  • ca. 185 cm groß

  • kräftige Statur

  • Nach Angaben des Zeugen hatte der Mann einen rumänischen Phenotyp, sprach aber akzentfrei Deutsch.

  • kurze schwarze Haare

  • Er war bekleidet mit einer dunklen, langen Jacke, einer dunkelblauen Jeanshose und Sportschuhen mit einer weißen Sohle.

Die Polizei ermittelt wegen Betruges und Amtsanmaßung und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich an die Polizeiinspektion Potsdam unter 0331-55080 zu wenden.

 

In diesem Zusammenhang rät Polizeihauptkommissar Alexander Gehl, Leiter der polizeilichen Prävention der Polizeiinspektion Potsdam:

  • Lassen Sie sich niemals auf solche dubiosen Geldforderungen ein, von wem und unter welchem Vorwand auch immer!

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen  Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!

  • Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind, auch nicht an Personen, die sich als Polizisten ausgeben!

  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei – Nutzen Sie dazu die Telefonnummer: 110!